Wir blicken auf die vergangenen Jahre zurück

Mit dem erfolgreichen Abschluss des Projekts PröBiErs Ende April 2026 endet eine intensive und zugleich äußerst produktive Projektzeit. In den vergangenen zwei Jahren haben alle Beteiligten mit großem Engagement daran gearbeitet, die gesetzten Ziele zu erreichen.

Projektziele: Das Projekt war darauf ausgerichtet, langfristige Veränderungen im Bereich nachhaltiger Ernährung anzustoßen und eine Grundlage dafür zu schaffen, dass nachhaltige Ernährung und Umweltbewusstsein in der frühkindlichen Bildung selbstverständlich verankert werden. Ein zentraler Fokus lag auf der Qualifizierung angehender pädagogischer Fachkräfte, da Themen wie nachhaltige Ernährung und Umweltbildung bislang nur selten fester Bestandteil der Ausbildung sind. Durch gezielte Bildungsangebote und die Zusammenarbeit mit Berufskollegs sollten diese Inhalte langfristig in der Ausbildung verankert werden.

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Was wurde alles erreicht?

Im Rahmen des Projekts sind zahlreiche Materialien und Angebote entstanden.

Für Lehrkräfte in der Erzieher:innenausbildung wurde ein Modulhandbuch zur Ernährungsbildung entwickelt. Ergänzt wird dieses durch einen Praxisleitfaden für Erzieher:innen mit Ideen für Projekttage und Aktionen mit Kindern. Weitere Aktionen sind im Baukasten zu finden, der eine zentrale Sammlung von Materialien darstellt. Neben den Aktionen und Projekten finden sich hier Hintergrundinformationen zu Ernährungsformen und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) sowie Anregungen zum Essen und Kochen mit Kindern. Das Angebot wird durch praxisnahe Ideen und Ausflugstipps für Köln und Umgebung ergänzt.

Darüber hinaus wurden mehrere Veröffentlichungen erarbeitet, die sich insbesondere an Träger und Kitaleitungen richten. Sie zeigen Möglichkeiten auf, wie sich die Verpflegung in Einrichtungen mit eigener Küche sowie bei externer Verpflegung nachhaltiger gestalten lässt. Nachhaltige Frischküche beleuchtet die Umsetzung und Vorteile des Kochens vor Ort, während sich das Nachhaltigkeit und Ernährung mit der Bedeutung von Ernährungsbildung und dem Aufbau von Ernährungskompetenz als strukturelle Verankerung in Kitas befasst.

Die Veröffentlichung Rohkost als Wissenshäppchen zeigt das Potenzial des klassischen Rohkosttellers im Kita-Alltag auf und verbindet Hintergrundwissen zu Rohkost, Saisonalität und Ernährung mit Arbeitsmaterialien für die spielerische Ernährungsbildung mit Kindern. Sie richtet sich insbesondere an Erzieher:innen.

Alle Materialien sind online öffentlich zugänglich und können bei Bedarf auch in gedruckter Form bezogen werden.

Ergänzend dazu wurde ein Beratungsangebot in Form einer offenen Sprechstunde eingerichtet. Zudem fanden verschiedene Veranstaltungen und Weiterbildungen statt, darunter eine Reihe zum saisonalen Kochen für Hauswirtschaftskräfte sowie ein angepasstes Format für städtische Kitas, bei dem der Fokus auf der gemeinsamen Zubereitung der Zwischenverpflegung mit den Kindern liegt.

Weitere Einblicke in Veranstaltungen und Aktivitäten, wie etwa die Teilnahme an verschiedenen Märkten der Möglichkeiten, sind in all unseren Social Media Kanälen zu finden.

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Wie geht es nun weiter?

Selbstverständlich können alle Veröffentlichungen und Materialien weiterhin online sowie als Druckprodukte beim Ernährungsrat Köln bezogen werden. Zudem können wir die erfreuliche Nachricht überbringen, dass es ein Nachfolgeprojekt geben wird. Es trägt den Titel „Ernährungsbildung in der Praxis” (EBiP) und wird ebenfalls von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen (SUE) finanziert. Wir freuen uns sehr darüber.

Worum wird es bei EBiP gehen und wie baut es auf PröBiErs auf?

Ziel des Vorhabens ist es, nachhaltige Ernährung fest in den Küchen und der Bildungsarbeit von Kitas sowie im Offenen Ganztag (OGS) zu verankern. Im Fokus stehen zwei zentrale Ansätze: Einerseits soll eine fundierte Datenbasis zur Verpflegungssituation und Ernährungsbildung an Offenen Ganztagsschulen aufgebaut werden, um Handlungsbedarfe zu identifizieren und passgenaue Maßnahmen zu entwickeln. Dies ist insbesondere im Hinblick auf den ab dem Schuljahr 2026/2027 in NRW geltenden Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz für Grundschulkinder wichtig. Somit sind die Träger von OGS besonders wichtige Kooperationspartner. Andererseits werden Fortbildungs- und Qualifizierungsangebote für Fachkräfte wie Pädagog:innen und Lehrkräfte konzipiert, erprobt und weiterentwickelt, um nachhaltige Ernährung langfristig in der pädagogischen Praxis zu verankern.

Das Vorhaben baut unmittelbar auf den Ergebnissen von PröBiErs auf. Die dort entwickelten Materialien, Erkenntnisse und Strukturen werden weitergenutzt, vertieft und gezielt ausgebaut. Bestehende Beratungs- und Bildungsangebote werden fortgeführt und weiterentwickelt. Gleichzeitig werden neue Schwerpunkte gesetzt, um Ernährungsbildung und Nachhaltigkeit im Kita- und Ganztagsschulalltag zu stärken.

Damit führt das Projekt den eingeschlagenen Weg konsequent fort und schafft die Grundlage für wirksame und übertragbare Lösungen in Kitas und Ganztagsschulen.

Danksagung <3

An dieser Stelle möchten wir allen Mitwirkenden herzlich für ihre wertvolle Unterstützung danken – ebenso der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen (SUE), die das Projekt überhaupt erst ermöglicht hat.

Besonders hervorzuheben ist die Zusammenarbeit mit dem Erzbischöfliche Berufskolleg Köln (EBK) im Rahmen der Erzieher:innenausbildung, durch die wichtige Impulse für die Verankerung von Ernährungs- und Nachhaltigkeitsbildung gesetzt werden konnten.

Ein weiterer bedeutender Partner war der Sozialdienst Katholischer Männer (SKM) als Träger: Hier konnten wir wertvolle Einblicke in bestehende Nachhaltigkeitsprojekte gewinnen und gemeinsam ein tragfähiges Nachhaltigkeitskonzept entwickeln.

Ein besonderer Dank gilt zudem Heiko Mezger, dessen fundierte Expertise im Bereich Kitaverpflegung zahlreiche Veranstaltungen und Weiterbildungen für Erzieher:innen und Hauswirtschaftskräfte bereichert hat. Praxisnahe Einblicke und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten konnten wir auch gemeinsam mit der Kita des Quäker Nachbarschaftsheim e.V., deren Umstrukturierung der Küche hin zu mehr Nachhaltigkeit wir begleiten durften.

Nicht zuletzt möchten wir die Kitas Emilies Welt Ostheim, Niehler Elternverein, SKM Bocklemünd und St. Maximilian Kolbe hervorheben, die eindrucksvoll gezeigt haben, wie sich eine Frischküche im Kita-Alltag erfolgreich umsetzen lässt und damit als inspirierendes Beispiel für andere Einrichtungen dienen.

Ein weiterer Dank gilt der Stadt Köln für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und die Unterstützung im Projektverlauf.

© Ernährungsrat Köln
stern-kita.koeln